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Bis Juli 2000 war der Begriff "Reiki" für mich noch völlig unbekannt.
In dieser Zeit habe ich eine Freundin kennengelernt, die mir zum ersten Mal
eine Reiki- Behandlung gegeben hat. Sie wollte es einfach an jemandem ausprobieren und da ich offen bin für so etwas, habe ich zugestimmt. Nach der Behandlung ging es mir richtig gut und ich wollte mehr darüber
wissen. Sie hat mir von ihrem Reiki-Seminar erzählt und erklärt, dass jeder mit Reiki arbeiten kann, nachdem er eingeweiht ist.
Also faßte ich den Entschluß, ebenfalls an einem Reiki-Seminar
teilzunehmen, um den ersten Grad zu erhalten, um meine Freundin auch behandeln zu können. Wir suchten einen Lehrer in unserer Nähe, da ihre damalige Lehrerin nur eine bestimmte Anzahl an Schülern im Jahr ausbilden
wollte und die Grenze bereits erreicht war.
In unserem Dorf gab es ein Esoterik-Lädchen, dessen Inhaber war Reiki-Lehrer,
wie sich in einem Gespräch herausstellte. Nach einem ersten Informationsgespräch erhielten wir eine Einladung zum Reiki-Info-Abend. Wir wurden in einem kleinen äußerst spartanisch eingerichteten Zimmer empfangen,
wo eine Couchgruppe mit Tisch und ein paar Stühle standen.
Auf und unter einer Liege stapelten sich jede Menge leere Kartons, im Hintergrund lief Entspannungsmusik und diverse Räucherstäbchen brannten. Nicht
gerade einladend, aber ich dachte, da Reiki nicht so bekannt ist, sei es normal, dass man so etwas im Verstecken ausübe. Nach seinen Erfahrungen hieß es, brauchte man kein komplettes Wochenende, um in den
ersten Reiki-Grad eingeweiht zu werden. Da ich der einzige war, reichte ein Samstag. Während dieses Info-Abends wurde kurz erklärt, was so ein Reiki-Seminar beinhaltet, nämlich einige Stunden reine Theorie und
dann der praktische Teil, wo alle Positionen gezeigt und geübt werden, eine Reiki-Ganzkörperbehandlung mit anschließender Einweihungszeremonie. Das Seminar sollte 175,-- € kosten.
Nach einigen Tagen Überlegung habe ich zugesagt, da uns keine anderen Adressen
von Reiki-Lehrern bekannt waren und wir somit keine Vergleiche ziehen konnten.
Dann war der große Tag da. Ich sollte meine Einweihung in den ersten Grad erhalten. Voller Erwartung betrat ich das bereits bekannte Zimmerchen, wo alles noch so war wie beim Info-Abend. Die ersten 2 Stunden
wurde ich angehalten, alles, was er erzählte, so schnell wie möglich aufzuschreiben. Dann gab es eine kurze Pause, in dieser Zeit wurde mir im Eilverfahren erklärt, welche Handpositionen es gab, ohne diese an
jemandem üben zu können. Wir hatten vereinbart, dass nach meiner Einweihung meine Freundin kommen würde, um dann an ihr die praktische Übungen zu machen.
Der große Moment der Einweihung stand bevor und der Lehrer erklärte mir
mit wenigen Sätzen, wie ich mich verhalten sollte. Die Einweihung war kurz und bündig, einige Rituale, etwas Öl und fertig war die Sache. Keine Spur von einsetzender Freude oder sonstigen
emotionalen Empfindungen setzten bei mir ein, etwas, was bei jeder Einweihung, laut meinem Lehrer, bei seinen Schülern in hohen Maße einsetzen würde.....
Kurze Zeit später traf meine Freundin ein, daraufhin wurde die Liege frei
geräumt, so dass sich meine Freundin hinlegen konnte und ich die Handpositionen praktisch üben konnte. Dieses Üben bestand darin,
für ca. 20 Sekunden die Hände auf die Position zu legen. Ich erhielt noch eine kurze Erklärung und dann mußte ich schon zur nächsten Position wechseln.
Das ganze Seminar hat ca. 3,5 Std gedauert, in dieser
Zeit hat mein Lehrer nicht die geringsten Anstalten gemacht, mir eine Reikibehandlung zukommen zu lassen.
Alles in allem ein sehr trauriges Beispiel, wie ein Reiki-Seminar nicht aussehen sollte!
Nachdem ich nun meine Einweihung in den ersten Reiki-Grad hatte, habe ich jede
Menge an Literatur darüber gelesen. Anfang 2001 fand ich unter anderem auch das Buch " REIKI - Wohlbefinden durch die Heilkräfte der Hände " von Brigitte Glaser.
Durch diese Buch ist mir erst richtig bewußt geworden was, dass mein
Reiki-Seminar nicht das gewesen war, was es sein sollte. Da auf der letzten Seite des Buches auch eine Adresse mit Telefonnummer steht, habe ich Frau Brigitte Glaser angerufen und kurz erklärt, was mir
widerfahren ist.
Frau Glaser hat mich kurzerhand zu ihrem monatlichen Reiki-Treffen eingeladen, was in einer sehr entspannten und harmonischen Atmosphäre stattfand, nicht in einem kleinen Hinterzimmerchen,
sondern in einem gemütlich eingerichtetem Wohnzimmer. Nach einem kurzen Kennenlernen der anderen Teilnehmer wurde sehr viel mit Reiki gearbeitet, bei Kerzenlicht und passender schöner Musik. An diesem Abend habe ich mich entschieden,
meinen ersten Reiki-Grad dort noch einmal zu machen, weil ich wußte, dass sie die richtige Reiki-Lehrerin für mich war.
Anfang März war es dann so weit. An einem Wochende voller Harmonie und Freude
habe ich meinen ersten Reiki-Grad zum zweiten Mal bekommen. In einer völlig entspannten Atmosphäre wurde alles Wissenswerte für den ersten Reiki-Grad gelehrt, wenig Theorie, dafür aber sehr viele praktische Übungen
untereinander und miteinander, ohne Zeitdruck oder Eile. Sonntagabend wurde jeder einzelne in einer wirklich feierlichen und harmonischen Zeremonie eingeweiht. Jeder hatte genügend Zeit nach der Einweihung, die
dieses Mal wirklich sehr emotional verlief, in kleinstem Kreis mit Frau Brigitte Glaser und ihrem Mann Ulrich Gottwald seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.
An diesen Abend wußte ich, jetzt bin ich richtig in den ersten Grad eingeweiht...
Wenige Wochen später habe ich mich dann in den zweiten Reiki-Grad einweihen lassen, in genau der gleichen harmonischen und friedvollen Atmosphäre wie beim ersten Reiki-Grad.
Ende Juni 2002 war die Zeit gekommen, mich auch in den Meister/Lehrer - Grad
einweihen zu lassen, um dieses wunderbare Geschenk Gottes weiterzugeben.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei meinem Lehrer & Lehrerin
Ulli und Brigitte ganz herzlich bedanken für diese wunderschönen Seminar-Wochenenden sowie die diversen Reiki-Treffen.
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